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1733

3.

Gerhard Tersteegen

Umsonst zeigst du mir deine Waren! Das süße Gift der tollen Eitelkeit Als deine beste Beut' Verführt mich nicht, ich lass' es fahren;

Du blendest solche Herzen nicht, Den'n Gottes Liebe Schutz verspricht. Kreuz, Nägel, Dornen sind mir schöner, Was du zeigst, ist dabei nur Dunst,

Des höchsten Gottes Gunst Und Gnaden ohne Zahl gibt jener; Die Geißeln, und was mehr gehört Zu Jesu Kreuz, ist mir recht wert.

Geh hin, such andre zu verführen, Weil ich schon meines Bräut'gams bin Und dies mein fester Sinn, Mein Haupt mit seiner Kron' zu zieren;

Sein Kreuz ist meines Herzens Lust, Kein süß'res Gut ist mir bewußt! Dir, Gotteslieb', ich mich ergebe, In deiner Hand mein Schicksal sei!

Ich lass' mich deiner Treu, Ich will wohl leiden, weil ich lebe, Und tragen deine Dornenkron'; Auch bis in'n Tod mich nicht verschon!

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