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1733

25.

Gerhard Tersteegen

Mein Herz vom Rost ist angestecket Durch Eigenheiten, klein und groß. Wenn du mir Gaben schenkst, hab' ich sie bald beflecket; Herr, lege doch mein Herz in deine Wahrheit bloß!

Schleif wohl, bis sich der Rost verliere, Greif an das Herz, dreh um den Stein; Doch nein, das hilft mir nicht, ein neues mir formiere, Woran nichts Menschlich's ist, das Herz muß göttlich sein!

Ein andrer Weg viel kürzer wäre: Wirf's Herz in deines Ofens Glut, Durch deiner Liebe Feu'r das ganze Herz verzehre, Denn keine Feuersbrunst dergleichen Wirkung tut!

Zwar Wasser fließt aus meinen Augen, Zu waschen mein untreues Herz, Doch ohn' dies heil'ge Feu'r mag's wohl gar wenig taugen, Ohn' Liebe liegt es bald aufs neu in Schlamm und Schmerz.

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