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1733

22.

Gerhard Tersteegen

Mein Herz ist wie ein Ziel, wonach du stets läßt fliegen Die Pfeile, die so glühend sein; Ich werd' zu matt, ich muß erliegen, Wenn du mich liebst, so halte ein!

Doch nein, es tut mir leid, ich wußt' nicht, was ich sagte, Schieß zu, du süße Lieb', ich steh, Mein eitles Fürchten gar nicht achte, Des Bräut'gams Pfeile tun nicht weh!

Schieß zu, schieß zu, mein Herr, den ich anbet' alleine, Mein Herz hinfort das Ziel von deinen Pfeilen nenn, Verwund es nur, es sei ganz deine, Gib, daß ich dich lieb' und erkenn'!

Mein Herz durchschneidest du, mein Heil, So höchst durchdringend ist dein Pfeil; Behandelst du also, liebwerter Überwinder, Die Seelen, die ganz dein, die treu verliebten Kinder?

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