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1733

17. In leiblichen Schmerzen oder andern Leiden

Gerhard Tersteegen

Sollt' ich nicht gelassen sein In des Kreuzes Nacht und Pein, Da mich Gottes Gnad' und Segen Will von meinem Unflat fegen?

Jesus hat mich so geliebt, Da er bis zum Tod betrübt; Sollte ich, ihm zu behagen, Nicht ein kleines Kreuzchen tragen?

Sollt' der Ton nicht heißen gut, Was der Töpfer mit ihm tut? Will mich Gott im Schmerz begraben, Sollt' ich's anders wollen haben?

Nein, ich leg' mich willenlos Wie ein Kind in 's Vaters Schoß, Schließ' die Augen, streck' die Hände; Herr, wohlan, dein Werk vollende!

Nur in Gnaden schlage zu, Nur dein Will' sei meine Ruh; Will das Fleisch gleich immer klagen, Schau nur, was mein Geist will sagen!

Was dich selbst nicht meint, verzehr Durch des Leidens Glut, mein Herr; Sieh, ich lass' mich deinen Händen, Du wollst mich durchs Kreuz vollenden!

Ach, möcht' es noch heut' geschehn! Ach, wann werd' ich's endlich sehn, Daß ich ganz befreit und reine Dir nur lebe, dich nur meine!

Nun, ich geb' mich völlig dran – Hilf, Herr, daß ich leiden kann; Wie du's willst am liebsten sehen, Laß es ewig mir geschehen!

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