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1733

102.

Gerhard Tersteegen

Ein dürrer Berg wird meine Seel', wenn Gott abwendet sein Gesichte, Wenn er sie wieder siehet an, bald grünet sie und träget Früchte; Die Dürre kommt von meiner Schuld, Der Saft und Kraft von Gottes Huld.

Ach Herr, wie ferne bist du mir, Mein dürrer Grund verschmachtet schier! „Nein, ich bin bei dir“, spricht der Herr, „nur laß ich's dich nicht wissen, Die Christen auch in Wind und Schnee wie Berge stehen müssen;

Bald, bald will ich dich sehen an, Wie schöne wirst du grünen dann! Ganz liebe-, fried- und tugendvoll Dein Herz dem Herren prangen soll.“

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