Was fordert von Apollens Göttlichkeit
Der Dichter? was ists, das er bittet?
Da er ihm neuen Wein geweiht,
Und solchen aus dem Becher schüttet;
Nicht aus Sardiniens fruchtbarer Länderey
Ein hundertfältiges Getraide
Nicht angenehmes Vieh, das fett geworden sey,
Auf Calaberns erhitzter Waide
Kein Geld noch indisch Elfenbein,
Nicht Aecker, die der Lir sanft läßt gewässert seyn.
Der, den das Glück den Weinwachs hat beschert,
Mag mit Calenschen Sicheln schneiden,
Die güldnen Becher seyn geleert
Von eines reichen Kaufmanns Freuden,
Vom Weine, welchen er vor syrisch Gut gekauft,
Er, den die Götter selbst begnaden,
Indem er vier fünfmahl im Jahr zu Schiffe lauft,
Das Meer besuchet ohne Schaden,
Mich machen die Oliven satt,
Endivien und ein erleichternder Sallat.
So laß mich denn, o Sohn der Latoe,
Zu meinem künftigen Erspriessen,
Was ich für mich bereitet seh,
Ich bitte dich darum geniessen!
Und zwar mit völligem und nicht geschwächtem Geist;
Auch daß du mich in alten Tagen
Von dem, was schändlich ist, was lasterhaft, befreyst,
Denn laß mich noch die Laute schlagen,
Damit nicht vor des Lebens Schluß
Ich dieses grosse Glück dereinst entbehren muß.