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1709–1763

Der Krieg.

Christoph Eusebius Suppius

Der Krieg führt lauter schlimme Streiche, Die man auch in der Ferne fühlt, Manch Mutterkind macht er zur Leiche, Bevor es seinen Muth gekühlt.

Viel Schönen hat er auch betrogen, Und ihren holden Bräutigam, Der zwar in Gliedern mitgezogen, Doch auf der Liste wiederkam.

Den Hochmuth setzet er herunter Durch ein gebietrisch Machtgebot, Er ruft der Faulheit, sie wird munter, Wenn seine finstre Stirne droht;

Den Geizigen verheißt er Beute Durch Plündern und durch Kaperey, Doch so, daß Jrus Crösus heute, Und morgen wieder Jrus sey.

Jhr, die ihr auf die Meereswellen Die Wohlfahrt eures Hauses baut, Wie müssen euch die Ohren gellen, Wird erst die Hiobs-Botschaft laut,

Daß euer Schiff mit allen Waaren, Durch eine kriegerische Macht, Bey seinem nun nach Hause Fahren Erobert sey und aufgebracht.

Jhr dauret mich, betrübte Herzen! Der Krieg ist freylich schuld daran, Ich leide mit bey euren Schmerzen, Wie ich es euch nicht bergen kann;

Beliebt es euch vielleicht zu fragen: Was mir dazu die Ursach gab? Der Coffee ist ja aufgeschlagen, Und meine Renten nehmen ab!

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