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1777

4. Schlittenlied

Gotthold Friedrich Stäudlin

Liebchen, hüll' dich in den Pelz! Eilig laß uns gehen! Hörst du nicht den Silberton? Siehst du nicht die Fackel schon

Meines Schlittens wehen! In den blanken Schlitten hier, Wo der kleine Schütze Vorne mit geübter Hand

Seinen Silberbogen spannt, Trautes Liebchen, sitze! Rüstig, Schimmel! tummle dich, Denn er ist bestiegen!

Schüttle dein Geschirr, daß hell Es erklingt und laß uns schnell Durch die Straßen fliegen! Schnatterst, Liebchen? – Nun wohlan!

Wärm' ich dich mit Küssen! Reich' die Honiglippe mir, Daß durchs Herz sich mir und dir Wonneschauer gießen.

Willst dich sträuben? – Hüte dich Dort vor Venus' Sohne! Blutig rächt der Bösewicht Sich an Spröden! Wähne nicht,

Daß er dein verschone! Bravo! Dieser Kuß war heiß, Trotz dem neid'schen Schleier! Dringt schon der ins Mark mir ein;

O wie wird einst jener sein In der Brautnachtfeier.

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4. Schlittenlied · Gotthold Friedrich Stäudlin · Poetry Cove