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1834

Windstille

Moritz von Strachwitz

Es steht die schlanke Pinie im grünen Raume stumm, Es hängt die Windharmonika am grünen Baume stumm, Die Wolke zieht in Majestät vorüber ohne Laut, Der Adler tut den Flügelschlag am Wolkensaume stumm;

Es schwebt vom Turm in blaue Luft die Wetterfahne still, Es schläft am Strand der Wellenstoß im weißen Schaume stumm; Und bis des Sturmes schwarzer Hengst die Wolkenzügel reißt, So ruht des All's Titanenleib im Göttertraume stumm;

Bis aus des Herzens Felsengrund die Liebe stürmend schnellt, Schläft das Ghasel, das Blumenkind, auf rosigem Flaume stumm.

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