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1834

Windstille

Moritz von Strachwitz

Fest liegt im Blauen die Fregatt', So fest als wie ein Berg, Und spiegelt in dem Wasser glatt Ihr schlankes Spierenwerk.

Die hügellose Spiegelflut, Sie dehnt sich unbewegt, Drum zirkelrund die Abendglut Den güldnen Rahmen schlägt.

Du Meeresspiegel fleckenfrei, Wie bist du flach und platt! Dich und dein grünes Einerlei Hab' ich von Herzen satt.

O Sturm, mit deinem Wogenhaß Erwach' und komm gebraust, Und schlage in das Spiegelglas Mit zorngeballter Faust!

Recht mitten drauf mit Donnerhall, Daß Glas und Rahmen klirrt, Und der zersplitterte Kristall In feuchten Scherben schwirrt!

Langweil'ge Ruhe, schwül und schwer, Wann hat dein Reich ein Ende? Ich ging wahrhaftig nicht aufs Meer, Damit ich dich hier fände!

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