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1834

[Wer da will der Liebe leben,]

Moritz von Strachwitz

Wer da will der Liebe leben, Muß sich ganz der Liebe geben, Sich nicht teilen, nicht zersplittern, Ganz im Kuß hinüberzittern;

Muß des Herzens ganzes Drängen Auf des Mundes Spitze zwängen; Muß nicht denken, rechnen, klügeln, Sich nicht fesseln oder zügeln;

Muß den Arm nicht ängstlich halten, Gilt es, Hüften zu umfalten; Nicht voll Scheu die Hand befühlen, Gilt's, im seidnen Haar zu wühlen;

Muß im seligen Versenktsein Unklar, ob er ist und denkt, sein.

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