Skip to content
1834

[Schon wieder ein beblümtes Blatt]

Moritz von Strachwitz

Schon wieder ein beblümtes Blatt Von Liebeslust und Gram, Wir haben ihn von Herzen satt, Den ganzen Liebeskram;

Was kümmert uns Dein Trachten noch Nach Deiner schönen Fee, Was kümmert uns Dein Schmachten doch, Und was Dein Herzensweh.

Der großen Zukunft Samenkorn, Zum Säen liegt's bereit. Es wölbt sich mit Gewitterzorn Das finstre Aug' der Zeit;

Der eherne Trompetensturm, Der ist es, der uns kirrt, Was schiert's uns, ob an Fräuleins Turm Des Ritters Laute girrt. –

Es ist ein tiefes, ernstes Wort, Was ihr da alle sprecht, Ich sprech' es selber fort und fort, Und sprech's mit Fug und Recht;

Doch wenn die Tat einmal verübt, Was hilft dann das Gericht? Ich hab' mich nun einmal verliebt Und kann es ändern nicht.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Schon wieder ein beblümtes Blatt] · Moritz von Strachwitz · Poetry Cove