Skip to content
1834

Innen und außen

Moritz von Strachwitz

Ich habe den Narren oft gemacht Mit wunder Brust, mit wunder Brust; Ich habe am Tage laut gelacht Und habe geweint in stiller Nacht,

Und keiner hat mein Leid gewußt. Ich habe die Lippe gezogen krumm In frischem Spott, in frischem Spott; Doch wenn der sonnige Tag herum,

Da bin ich zusammengebrochen stumm Und bin verzweifelt an mir und Gott! Ihr wißt, Ihr ahnt es nimmermehr, Was ein Herze trägt, was ein Herze trägt;

Ihr tändelt über die Woge her, Doch was in der Tiefe braut das Meer, Das läßt Euch ewig unbewegt! Ihr wollt von mir ein Lied, ein Lied

Vom goldnen Mai, vom goldnen Mai, Ich greife zur Harfe trüb' und müd'; Die Jugend leuchtet, das Leben blüht, Und ich wollte herzlich, es wär' vorbei!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Innen und außen · Moritz von Strachwitz · Poetry Cove