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1834

Der Dreidecker im Hafen

Moritz von Strachwitz

Im wellenlosen Hafensumpf, Den nie die Brise frisch durchpfiff, Liegt abgetakelt, träg' und stumpf Das Hundertzehn-Kanonen-Schiff.

Es liegt ein schwertberaubter Held, Im Kerker fault sein stolz' Gebein, Sein Kupferharnisch bricht und fällt, Und Moderfeuchte trieft hinein.

Sein Donner schweigt, sein Herz ist schwer, Kein Banner flaggt ihm überm Haupt, Es kommt kein Hauch vom toten Meer, Der lebenslustig ihn umschnaubt.

Und um ihn her die Zwergenbrut, Es legt sich Kutter, Sloop und Boot Ihm unters Auge frech gemut, Das aus der Stückpfort' dunkel droht. –

Fahr' wohl, verstümmelter Koloß, Und sende dir in deinem Weh Die Fei aus ihrem Wogenschloß Den grünsten Traum der grünen See!

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