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1817–1888

Wohl rief ich sanft dich an mein Herz.

Theodor Storm

Doch blieben meine Arme leer; Der Stimme Zauber, der du sonst Nie widerstandest, galt nicht mehr. Was jetzt dein Leben füllen wird,

Wohin du gehst, wohin du irrst, Ich weiß es nicht; ich weiß allein, Daß du mir nie mehr lächeln wirst. Doch kommt erst jene stille Zeit,

Wo uns das Leben läßt allein, Dann wird, wie in der Jugend einst, Nur meine Liebe bei dir sein. Dann wird, was jetzt geschehen mag,

Wie Schatten dir vorübergehn, Und nur die Zeit, die nun dahin, Die uns gehörte, wird bestehn. Und wenn dein letztes Kissen einst

Beglänzt ein Abendsonnenstrahl, Es ist die Sonne jenes Tages, Da ich dich küßte zum ersten Mal.

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Wohl rief ich sanft dich an mein Herz. · Theodor Storm · Poetry Cove