Aus eigenem Herzen geboren,
Nie besessen, dennoch verloren.
Ein Schelmenmund, wie jemals einer war,
Ein launisch Kind; doch all' ihr Widerstreben
Bezwingt ihr Herz, das mir so ganz ergeben.
Schon lange sitzt sie vor mir, träumerisch
Mit ihren Beinchen baumelnd, auf dem Tisch;
Nun springt sie auf; an meines Stuhles Lehne
Hängt sie sich, schmollend ob der stummen Scene.
„ich liebe dich!“ — „Du bist sehr interessant.“
„ich liebe dich!“ — „Ach das ist längst bekannt!
Ich lieb' Geschichten, neu und nicht erfunden —
Erzählst du nicht, ich bin im Nu verschwunden.“ —
„so hör'! Jüngst träumte mir“ — — „Das ist
nicht wahr!“ —
„wahr ist's! Mir träumt', ich sähe auf ein Haar
Dich selbst Straß auf und ab in Prachtgewändern
An eines Mannes Arm gemächlich schlendern;
Und dieser Mann“ — — „der war?“ — „der war
nicht ich!“ —
„du lügst!“ — „Mein Herz, ich sah dich sicherlich —
Ihr senktet Aug' in Auge voll Entzücken,
Ich stand seitab, gleichgültig deinen Blicken.“
„der Mutter sag ich's!“ ruft das tolle Kind,
„was für ein Traum!“ Da hasch' ich sie geschwind,
Und diese frevelhaften Lippen müssen,
Was sie verbrochen, ohne Gnade büßen.