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1852

2.

Theodor Storm

Das aber kann ich nicht ertragen, Daß so wie sonst die Sonne lacht; Daß wie in deinen Lebenstagen Die Uhren gehn, die Glocken schlagen,

Einförmig wechseln Tag und Nacht; Daß, wenn des Tages Lichter schwanden, Wie sonst der Abend uns vereint; Und daß, wo sonst dein Stuhl gestanden,

Schon andre ihre Plätze fanden, Und nichts dich zu vermissen scheint; Indessen von den Gitterstäben Die Mondesstreifen schmal und karg

In deine Gruft hinunterweben Und mit gespenstig trübem Leben Hinwandeln über deinen Sarg.

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