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1748–1821

Der Gesang. An Schönborn.

Christian Graf zu Stolberg

Und oft schwebt er vom Himmel herab! den nahenden fühl' ich, Meine Seel’ erhebet sich dann in steigender Wal- lung,

Wie das Meer sich erhebt in der Kühle des pur- purnen Abends. Neue Bilder schweben um ihn und junge Gedanken, Wie mit zahllosen Blumen der Lenz die Erde

besuchet, Und mit taufend Sängern des Hains in blühen- den Stauden! Hohe Gedanken schweben um ihn, wie rund um

den Himmel Flammende Sonnen mit grüngelockten Erden umkränzet, Und mit Silberwangigen Monden! Mondschein-

ähnlich Leuchtet er manchmal sanft und entlocket zärtliche Thränen; Und dann eilt er mit Flammen umgürtet, gleich

dem Kometen, Wann er von Himmel zu Himmel im feurigen Wagen daherrollt!

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