Neäre hält sich wakker sie schmükt und schminket sich.
Du alter Knochen-knakker
meinstu es sey vor dich?
Nein Chremes laß dich lehren:
Man pfleget also nicht
den Husten zu verehren.
Was anders vor die Gicht.
Und wäre sie voll Runzeln
von schwarz-begeelter Haut
beliebt als Schweine schmunzeln
und wäre dir getraut;
dir dennoch viel zu schön.
Dem Teufel möcht’ auch grauen
Holz mit dir umzugehn.
Was soll der Kuh Muskaten
Kaneel Konfekt dem Schwein’
und Hunden Hirschen-braten?
ein abgefleischtes Bein
ist gut für ihren Hunger.
Das gleiche findet sich.
Die deine liebt ein Junger.
Die Vettel ist für dich.
Du sizzest auff der Schleuder
und bist ein guter Mann.
Jhr schaffstu Sammet-Kleider
dir stehn die Federn an.
Gib her die alten Tahler:
auch ich bedürff iezt Geld.
Ein grauer Wörter-Prahler
dient nicht ins Feder-Feld.
Mein Chremes sey geduldig
es findt sich einer wol
der was du Jhr bist schuldig
der Frauen zahlen soll.
Du kanst es leicht gedenken
es machs ein gelbes Haar
daß sie sich wil behenken
mit Gold und Seiden-wahr’.
Jhr habt ia sonst der Sparren
ihr Alten allzuviel
wie seid ihr denn so Narren
und sucht der Liebe Spiel
bey einem frischem Feinde
die Jhr entkräfftet seid?
doch was? Jhr suchet Freunde
in Eurer Winters Zeit.