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1632–1707

X. In die Scheure gehöret Stroh.

Kaspar Stieler

Neäre hält sich wakker sie schmükt und schminket sich. Du alter Knochen-knakker meinstu es sey vor dich? Nein Chremes laß dich lehren:

Man pfleget also nicht den Husten zu verehren. Was anders vor die Gicht. Und wäre sie voll Runzeln

von schwarz-begeelter Haut beliebt als Schweine schmunzeln und wäre dir getraut; dir dennoch viel zu schön.

Dem Teufel möcht’ auch grauen Holz mit dir umzugehn. Was soll der Kuh Muskaten Kaneel Konfekt dem Schwein’

und Hunden Hirschen-braten? ein abgefleischtes Bein ist gut für ihren Hunger. Das gleiche findet sich.

Die deine liebt ein Junger. Die Vettel ist für dich. Du sizzest auff der Schleuder und bist ein guter Mann.

Jhr schaffstu Sammet-Kleider dir stehn die Federn an. Gib her die alten Tahler: auch ich bedürff iezt Geld.

Ein grauer Wörter-Prahler dient nicht ins Feder-Feld. Mein Chremes sey geduldig es findt sich einer wol

der was du Jhr bist schuldig der Frauen zahlen soll. Du kanst es leicht gedenken es machs ein gelbes Haar

daß sie sich wil behenken mit Gold und Seiden-wahr’. Jhr habt ia sonst der Sparren ihr Alten allzuviel

wie seid ihr denn so Narren und sucht der Liebe Spiel bey einem frischem Feinde die Jhr entkräfftet seid?

doch was? Jhr suchet Freunde in Eurer Winters Zeit.

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