Gleich als du hättest still gesessen
als dir annoch das junge Bluht
in deinem frischem Herzen wallte:
Seht Kinder wie der Alte Kalte
die Heiligkeit nu hat gefressen
Wie kunnt’ er doch in seiner Jugend
den jungen Mägdchen schleichen nach
wie wust’ er sie so schön zu grüssen
wie hielt’ er gern mit ihnen Sprach’
und kunnte weidlich sie zerküssen!
iezt ist er keusch und lehret Tugend.
Hör Alter denk auff deine Zeiten
und denk daß ich in diesen bin.
Ich werde mich auch ernstlich halten
wenn einst mein runzel-striemig Kinn
in grauen Borsten wird veralten:
denn wil ich auch auff Erbar streiten.
Wer weiß was unter deinen Haaren
dem alten Schnee verborgen ist?
die Alte sein auch offters Gekken
doch wissen sie mit Wizz und Lust
die Narren-Kappe zu verstekken.
Man hat der Tohrheit viel erfahren.
Wir Jungen können nicht verschweigen
wenn uns ein Glükk willkommen heist.
Straks müssens alle Leute wissen
denn wird es an uns mißgepreist.
Wir folgen Alten auff den Füssen
und man wil uns des Lasters zeugen.