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1632–1707

N.A.

Kaspar Stieler

Vjer Jahre brauchten wir fast einen Tisch und Stube: mir ist noch nie bewust daß du ein Lied er dacht

von dehm was Zyprie vor fremde Rei- zung macht nun iezo sport dich an der kleine Liebes Bu- be.

Bald klagst bald dreuestu bald weistu dich zu laben bald rähtstu andern ab daß sie das süsse Gifft

die Liebe sollen fliehn die dich wol selber trifft. Du scherzest mit der Faust und prangest mit den Gaben

so dir Apollo schenkt. Ist so ein lindes Schreiben im Sturm auch ie erhört? da Schwerdt und Pulver knallt

und der verwundten Lerm in Felsen wie- derschallt kanstu der Liebe Spiel in sanfften Reimen treiben.

Die Liebe hat offt Streit und Blut und Tod gebohren hie wird im Streit’ und Blut und Tode Venus wach

(nach ich denke deinem Geist’ offt bey mir selber und merke daß sich dir der Himmel hat ver- schwooren.

Da du in Stäten lebtst da schriebestu von Feldern (liebt nu du im Felde wachst stellstu dich wie ver-

ich weiß nicht was dein Kiel nicht alles von sich gibt. Brich ab es ist verdient der Zweig auß Föbus Wäldern.

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