Jn dehm der Mars die Paukken
schläget
und die Kartaune töhnt den groben Lei-
chenklang
wirstu mit Liebes-Gluht beweget
und spielest frölich her den schmeichelnden
Gesang
den die Liebinne singet
wenn sie dem Adon ein Ständchen
bringet.
Wenn die Gequetschten sterben kla-
gen
so legestu es auff die Liebes-seuffzer
auß
sichstu ein Werk zusammen tragen
so meinestu es sey Rosillen Herzen-
Hauß
das du durch Sturm und Siegen
offt mit Tapferkeit hast überstiegen.
Der kleine Schüzz hat dich besessen
er macht dich taub und blind im mitten
der Gefahr
wie köntstu sonst so sein vermessen
zu schreiben von der Lieb’ in der verdoll-
ten 'Schaar
wo Barbarey und Schrekken
und der nahe Tod lebt aller Ekken.
Es ist die freche Lieb’ alleine
die Blizz und Pulver trozzt und auf die
Kugeln lacht
sie spottet grober Mörser-steine
und hütet frisch des Tohrs wenn die Pe-
tarde kracht
sie kan mit Freuden singen
wenn Schekkan und Sebel mördlich
klingen.
Der Amor schenkt nu nicht mehr
Myrten
diß ist ein schlechtes Tuhn um so viel
Kunst und Fleiß
mit Lorbeer wil er den umgürten
der seines Nahmens Ruhm der Welt zu
melden weiß
den hastu längst verdienet
auch eh dir Rosille war versühnet.