Skip to content
1632–1707

N.A.

Kaspar Stieler

Jn dehm der Mars die Paukken schläget und die Kartaune töhnt den groben Lei- chenklang

wirstu mit Liebes-Gluht beweget und spielest frölich her den schmeichelnden Gesang den die Liebinne singet

wenn sie dem Adon ein Ständchen bringet. Wenn die Gequetschten sterben kla- gen

so legestu es auff die Liebes-seuffzer auß sichstu ein Werk zusammen tragen so meinestu es sey Rosillen Herzen-

Hauß das du durch Sturm und Siegen offt mit Tapferkeit hast überstiegen. Der kleine Schüzz hat dich besessen

er macht dich taub und blind im mitten der Gefahr wie köntstu sonst so sein vermessen zu schreiben von der Lieb’ in der verdoll-

ten 'Schaar wo Barbarey und Schrekken und der nahe Tod lebt aller Ekken. Es ist die freche Lieb’ alleine

die Blizz und Pulver trozzt und auf die Kugeln lacht sie spottet grober Mörser-steine und hütet frisch des Tohrs wenn die Pe-

tarde kracht sie kan mit Freuden singen wenn Schekkan und Sebel mördlich klingen.

Der Amor schenkt nu nicht mehr Myrten diß ist ein schlechtes Tuhn um so viel Kunst und Fleiß

mit Lorbeer wil er den umgürten der seines Nahmens Ruhm der Welt zu melden weiß den hastu längst verdienet

auch eh dir Rosille war versühnet.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
N.A. · Kaspar Stieler · Poetry Cove