Wjllkommen Fürstinn aller Nächte!
Printz der Silber-Knechte
willkommen Mohn aus düstrer Bahn
vom Ozean!
Diß ist die Nacht die tausend Tagen
Trozz kan sagen:
weil mein Schazz
hier in Priapus Plazz’
erscheinen wird zu stillen meine Pein.
Wer wird wie ich wol so beglükket sein?
Beneidet himmlische Laternen
weiß-geflammte Sternen
mit einem schälen Angesicht’
ach! mich nur nicht.
kein Mensch als ihr nur möget wissen
wie w
alle Welt
hat seine Ruh bestellt
wir beyde nur ich und mein Kind sind wach
und Flammen ihr an Bronteus Wolken-dach’
Es seuselt Zefyr auß dem Weste
durch Pomonen äste
es seufzet sein verliebter Wind
nach meinem Kind’
Ich seh es gerne daß er spielet
und sie kühlet
weil sie mir
folgt durch die Garten-Tühr
und doppelt den geschwinden Liebes-tritt.
Bring West sie bald und tausend Küsse mit!
Was werd’ ich wenn sie kömmt gegangen
an-doch erstlichst-fangen
Küß’ ich die Hand den Brust den Mund
zur selben Stund’?
Ich werd’ (ich weiß) kein Wort nicht machen
die an Zier
den Göttern gehen für
und auff diß Schönchen sein gewendet an
erstaunen mich daß ich nicht reden kan.
Komm Flora streue dein Vermügen
darhin wo wir liegen!
Es soll ein bunter Rosen-hauf’
uns nehmen auff
und Venus du sollst in den Myrten
uns bewirten
biß das Blut
der Röht’ herfür sich tuht.
Was Schein ist das? die Schatten werden klar.
Still! Lauten-klang mein Liebchen ist schon dar.