Die Buhlerische Nacht trug ihr gestirntes Band Dianen tanzte für der Venus Diamant. die still-verliebte Krafft straalt’ auff die Er- und rühret’ einen Held mit tausend Stürmen
Was solte Morfeus tuhn? er brach den braunen stab und schmiß der Treume Saat ins düster Meer hinab. der Held erwacht’ und fühlt den Wundersahmen fort war noch Lager-stat noch Schlaff ihm weiter
Er schliche leis’ hinab nach Fillis Kammertühr vor Kloris Schlaaff-gemach stak stets ein Riegel für dabey der Hund doch hätt’ er dieses schlecht geacht wo Kloris Mutter nicht die Tochter mehr bewacht.
Die Magd solt’ iezo dran die sonst alleine lag biß auff ein ziemlich Kind das sie zu warten pflag der Traum-Gott hatte sie im Schlaaffe grob er- drum lag sie Sinnloß auff den Rükken außge-
Er rührt sie sachtlich an. Schlafft oder wachet ihr? Ich bin es liebster Schaz ach laßt mich zu euch ich bin verirrt und nakt ich möcht’ erfroren sein. Sie merkte bald die Kreyd’ und nahm ihn ein zu sich
das Bett auff einen Mann gemacht hielt nicht den als hie der dritte kam die Last würd ihm zuschweer es bog sich ziemlich ein und wakkelt’ hin und her. Das Kind das lange schon der Wiege war entwehnt
als das geplagte Bett’ ohn Ende wankt und trähnt’ erwacht’ und ließ ob man ihm freundlich zu: schon dennoch nicht sein Geschrey und furchtsam weinen Die Mutter: Kloris geh geschwind und nim ein
ohn Ursach pflegt das Kind so hart zu weinen nicht. die Tochter nierkte bald es hätte nicht Gefahr dieweil sie ziemlich sonst auch mit Katolisch war. Doch schlug sie Feuer an. Der Argwohn rührt sie
biß Sie zur Kammer kahm da wo die Fillis der sie auß Zorn entbrannt diß harte Wort zurieff: Was machstu Raben-aaß? wer lieget hie bey dir? wordurch diß ganze Hauß in Spott und Unehr
Schämstu dich nicht für Gott so fürchte doch die Was solt’ auff solchen Fang begehn das arme Kind? bald kroch sie ein bald auß. Nicht Mars und Venus mit solcher Schaam ertappt wie diß verliebte
in seiner besten Lust so schlau betroffen war. Der sonst beherzte Held war selbst ohn alles Herz kein Sedel schrekkt’ ihn nie so sehr als hier die Kerz biß endlich Ehr und Glimpff die oberhand bekahm.
Die Fillis must’ herauß wie lieb der Nachbar war der Held verblieb umhüllt mit Federn einsam dar. Hier hätte Kloris erst den Eyffer lassen sehn wo Fillis nicht gewust was ihr auch vor geschehn.
Drum ward auff beyden Theil’ ergriffen Stillestand ihr ward die Fillis und die Kloris der bekannt. So hält ein Degen offt den andern in der Ruh diß macht daß Kloris hier auch täht ein Auge zu.
So selzam geht es her wenn Amor Meister ist Schaff nur die Mutter ab laß Hund und Riegel So Kloris wird der Held bey dir auch kehren ein.
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