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[Die göldne Nacht-Laterne]

Kaspar Stieler

Die göldne Nacht-Laterne mit ihrem Sternen-Chor' erstarret und höret gerne wie süß der Filidor

auff seiner Flöten spielet auch so daß alle Welt die süsse Flamme fühlet so Filidor vermeldt.

Das Lieben ist ein Kriegen und zwar ein süsser Streit. Wer nicht wil unten liegen der muß in Freundligkeit

tag-täglich nur verschiessen vor Pulver Lippen-safft. Mit lautern kurzen Spiessen wird hier der Sieg geschafft.

Mein Filidor dein Singen gefiel dem Mavors wohl der Pindus must' erklingen auch so daß selbst der Pohl

sich wandte von den Sebeln: du nahmst den Feder-kiel und schriebst von süssen schnäbeln und von dem Venus-Spiel'.

Ei! laß dich weiter hören mein süsser Filidor du kanst den Krieg verstören. Mars halt die Faust empor

und wil der Venus schenken die Blut-besprützte Fahn' er wil nicht mehr gedencken an Schwerdt und Pusikan.

Drum schreib doch nur was kekker Mein Edler Filidor dir spricht der kleine Lekker was heimlich in das Ohr.

Du must ja nichts verschweigen so dir wird kund gemacht Man nimt dich an zum Zeugen von solcher süssen Schlacht!

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