Alter ich muß deiner lachen daß du wilt des Amors Gluht durch dein Auffsehn kälter machen Liebe tuht doch wie sie tuht.
Wacht man sie sie birgt ihr Feuer stellet sich wol gar als Haß Griffgen sind bey ihr nicht teuer. Du verbeutst und weist nicht was.
Sie weiß mich doch wol zu halten meine schönste Argine. Du magst wie du wilst verwalten Wächters Amt. Uns thut nicht weh:
daß du uns mit deinem schleichen manche schöne Lust nimst hin Ich und Sie kan doch erreichen was beliebet unsern Sinn.
Magstu wol so viel verhüten daß ich Sie nicht sprech' allein. Dein so Argwohn-volles Wüten kan es auch genugsam sein:
daß sie mir nicht manches Stündchen wenn du Gramhafft nicht bist dar gönn' ihr zartes Wollen-mündchen sonder schelten und Gefahr.
Nu nur hielt' ich sie umfangen mein Mund küßet' ihren Mund Ihre Wangen meine Wangen: Weistu das auff diese Stund'?
Ach! was woltestu doch rathen was auff einen Abend spat in geheim wir beyde tahten als sie mich wie folget baht.
Herzgen wo ich so darff nennen dich mein allertrautstes Kind kanstu meine Brunst erkennen die sich täglich mehr entzündt.
Ey so linder meine Flammen laß mich deine Liebste sein. Iezt sind wir allein beysammen was du wilst räum' ich dir ein.
Drauff entblößte sie die Gassen ihrer weissen Silber-Brust ach! was gab mir ihr umfassen für viel tausend Götter-Lust!
Ich drukkt' ihr Sie mir die Hände und beküßten uns auffs neu. Wir versprachen sonder Ende uns mit Schwüren stete Treu.
Nu was denkstu wenn damahlen ich ihr hätte gut gemacht was Verliebte können zahlen hättestu sie auch bewacht?
darum laß uns nach Vergnügen Alter lieben sonder Wehr wolt' ich sie wie dich betriegen: hättstu wol ein Kind noch mehr.
Cookies on Poetry Cove