Soll denn salzgeschmolzne Trähnen
Kummer Weh Ach Schmerzen Unmuht Klagen
soll Verzweiflung Angst und stähnen
ich einmahl von eurem Ende sagen?
Verschwindet! ich werde beglükkt
die schöne Melene hat nach mir geschikkt.
Sollte sie mich trösten wollen
oder wird sie mir mein Urteil sprechen:
soll ich mit dem Leben zollen:
wil sie sich mit Spotten an mir rächen?
Verschwindet Gedanken! sie liebt
sie schmerzt und beherzet daß sie mich betrübt.
Manchen Tag hab' ich geweinet
wenn ihr nicht mein Leiden gieng zu Herzen
wenn ihr Sinn so war versteinet
daß sie nicht gedacht' an meine Schmerzen:
Nu ist es verkehret. Sie spricht:
sie liebe mich einig sonst keinen mehr nicht.
Soll ich mich darauff verlassen
oder spielt sie nur mit falschen Worten?
Ach! so wolt' ich lieber blassen
eh' ich kähm' an ihres Zimmers Pforten:
Nein. Edeler Wahrheit Bestand
bekrönt sie und beut mir die liebende Hand.
Nun fahr hin Mord-bringend Leiden
Furcht Bekümmern Zweifelzagen weichet!
hin! ihr störer meiner Freuden!
forthin hat mein Antliz außgebleichet.
Bekränzt mich und ruffet: Glükk zu!
der Stürm ist vorüber mir bleibet die Ruh.