Die ernstliche Strenge steht endlich versüsset
die qweelende Seele wird einsten gesund.
Ich habe gewonnen ich werde geküsset
es schallet und knallet ihr zärtlicher Mund.
die Dornen entweichen
die Lippen verbleichen
indehm sie die ihre den meinen auffdrükkt.
Ich werd’ auß der Erde zun Göttern verschikkt.
Jhr klagende Plagen steht jetzo von fernen
es fliehe der achzende krächzende Neid!
Mein Gang ist gegründet auch über die Sternen
ich fühle der Seeligen spielende Freud’.
Es flammen die Lippen.
Die rößlichte Klippen
die blühen und ziehen mich lieblich an sich.
Was acht’ ich dich Honig! was Nektar-wein dich!
Durch dieses erwieß es ihr süsses Gemühte
Nu höhn’ ich der Könige Zepter und Blüte
mich nimmet der Vorraht Eufrates nicht ein.
Kan ich sie nur haben:
was acht’ ich der Gaben
der siegenden Krieger im Kapitolin
die durch die bekränzeten Pforten einziehn!
Ich habe die Schöne mit nichten gewonnen
mit Solde von Golde mit Perlenem Wehrt
und scheinenden Steinen in Bergen geronnen
den Tyrischen Purpur hat sie nie begehrt.
die Zeilen die süssen
aus Pegasus Flüssen
die haben ihr härtliches Hertze gerührt:
Nu stehet mein Lorber mit Myrten geziert.