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1632–1707

1.

Kaspar Stieler

Die göldne Nacht-Laterne mit ihrem Sternen-Chorr erstarret und höret gerne wie süß der Filidor

auff seiner Flöten spielet auch so daß alle Welt die süsse Flamme fühlet Das Lieben ist ein Kriegen

und zwar ein süsser Streit. Wer nicht wil unten liegen der muß in Freundligkeit tag-täglich nur verschiessen

vor Pulver Lipppen-safft. Mit lautern kurzen Spiessen wird hier der Sieg geschafft. Mein Filidor dein Singen

gefiel dem Mavors wohl der Pindus must’ erklingen auch so daß selbst der Pohl du nahmst den Feder-kiel

und schriebst von süssen schnäbeln und von dem Venus-Spiel’. Ei! laß dich weiter hören mein süsser Filidor

du kanst den Krieg verstören. Mars hält die Faust empor und wil der Venus schenken die Blut besprützte Fahn’

er wil nicht mehr gedencken an Schwerdt und Pusikan. Drum schreib doch nur was kekker Mein Edler Filidor

dir spricht der kleine Lekker was heimlich in das Ohr. Du must ja nichts verschweigen Man nimt dich an zum Zeugen

von solcher süssen Schlacht!

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