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1898

Heimkehr

Ernst Stadler

Die Letzten, die am Weg die Lust verschmäht; entleert aus allen Gassen der Stadt. In Not und Frost gepaart. Da die Laternen schon in schmutzigem Licht

verdämmern, Geht stumm ihr Zug zum Norden, wo aus lichtdurchsungnen Hallen Die Schienenstränge Welt und Schicksal

über Winkelqueren hämmern. Tag läßt die scharfen Morgenwinde los. Auffröstelnd raffen Sie ihre Röcke enger. Regen fällt in Fäden.

Kaltes graues Licht Entblößt den Trug der Nacht. Geschminkte Wangen klaffen Wie giftige Wunden

über eingesunkenem Gesicht. Kein Wort. Die Masken brechen. Lust und Gier sind tot. Nun schleppen Sie ihren Leib wie eine ekle Last

in arme Schenken Und kauern regungslos im Kaffeedunst, der über Kellertreppen Aufsteigt – wie Geister, die das Taglicht angefallen –

auf den Bänken.

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