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1613

Von Mariæ Heimsuchung

Friedrich Spee

Maria gieng hinauß Zu Zachariæ Hauß Sie gieng in aller Eyl Berg auff vnd ab viel Meyl

Zu Hebron in die Statt Da sie jhr Bäßle hatt. Sie gieng alleine nit Es gieng Sanct. Joseph mit

Sie trug auch Gottes Sohn Jn jhres Hertzen Thron Darzu ein Englisch Schar Vnsichtbar bey jhr war.

Als sie zum Hauß außgieng Sie das Gebett anfieng Zu Gott all Vhr vnd Stund Hub sie jhr Hertz vnd Mund

Von Gott sie viel betracht Also die Reyß vollbracht. Da nun die Jungfraw thet Ersehn Elisabeth

Sie sich demütig neigt Der Alten Ehr erzeigt Vnd grüst das Bäßle sehr Mit Reuerentz vnd Ehr.

Elizabeth behendt Die Mutter Gottes kent Empfieng die Jungfraw zart Zugleich gesegnet ward

Jhr Kind ward Gnaden vol Jm Hauß ward allen wol. O Hauß! O Himmelreich! Dem waren Himmel gleich

Du Hauß der Himmel bist Darinn Gott selber ist Vnd alle Heyligkeit Was heylig weit vnd breit.

Maria bliebe da Drey gantzer Monat nah Sie bett ohn vnderlaß Auch nimmer müssig saß

Ließ sich abhalten nicht Jm Hauß all Ding verricht. O Mensch hie fleissig merck Vier grosse Wunderwerck.

Gott Mensch die Jungfraw bringt. Jm Leib Joannes springt. Elizabeth sagt weiß. Gott singt Maria Preiß.

Ach kom O Jungfraw rein Auch in mein Hertz hinein. Bring mit das höchste Gut Gott Sohn in Fleisch vnd Blut

Vns segne Seel vnd Leib Vnd bey vns ewig bleib. Amen.

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