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1613

Von der Hochheyligen Dreyfaltigkeit

Friedrich Spee

O Heiligste Dreyfaltigkeit Gib deiner lieben Christenheit Daß sie dich mög bekennen frey Ein Gott vnd der Personen drey.

O Gott! O Sonn! dein Glantz vnnd Hitz Weit vbertrifft Verstandt vnd Witz Drey Ding die an der Sonnen sein Vns dich ein wenig bilden ein.

Gott Vatter du die Sonne bist. Dein Sohn Glantz vō der Sonnen ist. Gleich wie die Hitz der heylig Geist Den man der Welt ein Tröster heist.

Ohn Glantz nie war die Sonne klar Ohn Sohn nie Gott der Vatter war Die Sonn war nie ohn Hitz vnd Glantz Ohn Anfang war die Dreyheit gantz.

Die Hitz von allen beyden geht Von Sonn vnd Glantz zugleich entsteht. Der heylig Geist die dritt Person Kompt auch vom Vatter vnnd dem Sohn.

O Mensch hie deck die Augen zu Allein das Hertz vnd Mund auffthu Die Augen deck wie Seraphim Vnd Sanctus sing mit heller Stimm.

O Sonn! Wir haben schwach Gesicht Wir können dich anschawen nicht. Was wir auff Erden nicht verstehn Gib daß wir das im Himmel sehn.

Amen.

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