Skip to content
1761–1836

Viersilbige CharadeFußnoten

Elise Sommer

Ein geist'ges Wesen in des Aethers Räumen, Durchwall' ich rasch die Kreise der Natur. Ich wecke dich aus sanften Morgenträumen, Komm' ich geflügelt über Berg und Flur.

Der Wald erbebt-des Meeres Wogen schäumen – Verheerung folgt und Schrecken meiner Spur, Lass ich die weiten Flügel rauschend schlagen, Weint die Verzweiflung laut in Jammerklagen.

Mein Zweites singt in leisen Melodieen Das Vorgefühl des Himmels dir in's Herz, Die Geister regen sich, die Blicke fliehen, Mit sehnsuchtsvoller Ahnung himmelwärts.

Du siehst Elysium's goldne Früchte glühen; Die Seele wogt in wonnig-süssem Schmerz. Das Ganze sang, es würdig zu verschönen, Ein Dichter uns mit tiefempfundnen Tönen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Viersilbige CharadeFußnoten · Elise Sommer · Poetry Cove