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1761–1836

Der süsseste Lohn

Elise Sommer

Der Lenz beginnt! welch reges süsses Leben Umschliesst mit Mutterarmen die Natur! In zarten Locken wallt die junge Flur, Der Veilchen, einen bunten Teppich weben.

Er eilt dahin, und Sommervögel schweben, Um Blumenleichen wallet ihre Spur, Wir fühlen oft die Glut der Hitze nur, Schon naht der Herbst, es beugen sich die Reben.

Der Zeiten Wechsel gleichen uns're Jahre, Der Winter naht, wir wandern zu der Bahre, Er winkt uns ernst zur stillen Einsamkeit; Heil Dir, der sich nur edler Lust geweiht!

Dem Winter schafft die Frucht des Lenzes Blüthe, Der höchste Lohn entkeimt des Herzens Güte!

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Der süsseste Lohn · Elise Sommer · Poetry Cove