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1761–1836

An ein Abendlüftchen

Elise Sommer

Wehe, liebes Abendlüftchen! Meinem theuern Gatten zu, Sag' ihm, für Dich fleht Therese Tiefbewegt um Seelenruh;

Wenn er im Orangenhaine Voller Sehnsucht einsam geht, Der Zitronen süsse Blüthe In den Abendlüften weht;

Wenn er sinnend dann und traurig In vergangne Tage blickt, Wo ihn hold der Liebe Zauber In Theresens Arm beglückt;

O dann, seidnes Lüftchen! sage: Ewig glühet Dir ihr Herz; Vor dem Bild der schönern Tage Weicht der Trennung banger Schmerz!

Wiedersehen, Wiedersehen! Schimmer einer bessern Welt! Du verklärst die bange Thräne, Die auf welke Blüthen fällt.

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