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1761–1836

An die Musen

Elise Sommer

Wär' ich würdig, zu gewinnen Eure Gunst, ihr Charitinnen, Der Begeist'rung Sonnenflug, Die mich oft in goldnen Träumen

Unter amaranth'nen Bäumen Wie auf Rosenarmen trug; Euch, ihr Holden! zu besingen, Flög' ich dann mit kühnen Schwingen

Zum erhab'nen Helikon, Wo im Lorbeerhain die Musen Ruhen an der Götter Busen Stimmt' ich meiner Lyra Ton.

Auch der Freundschaft süßen Freuden Sollten jauchzend meine Saiten Süße ew'ge Lieder weih'n! Nicht um Thoren Lob zu singen

Oder Güther zu erringen, Wollt' ich, Harfe! dich entweih'n. Oft sah' ich mit vollen Händen Launenhaft Fortunen spenden

Manchem Thoren Glück und Gold; Nie will ich nach Güthern dürsten, Selbst das stolze Loos der Fürsten Zahlt dem Tode seinen Sold.

Nur zu ruhen an dem Busen Meiner lieben holden Musen, Das ist meiner Wünsche Ziel! Werd' ich diesen Wunsch erlangen,

Mögen stolze Thoren prangen Mit Fortunens Schattenspiel!

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