Skip to content
1590

16

William Shakespeare

Translated from English

Doch warum kehrst du selbst nicht mächtigere Waffen Auf diese blutige Tyrannin Zeit? Suchst dir für deinen Herbst nicht wärmern Hort zu schaffen Als dies mein unfruchtbares Lied dir beut?

Nun stehest du in voller Stunden G'nüge, Da manch ein Mädchenbeet, noch unbelaubt. Mit keuschem Wunsch dir gern lebend'ge Blumen trüge, Weit ähnlicher als dein gemaltes Haupt.

Dann blieb in Lebenslinien jung dies Leben, Das dir mein Schülerkiel am Zeitenschild, Weil weder inn'rer Wert noch äußr'er Glanz ihn heben, In Menschenaugen nimmer frisch erhielt.

Wie du dich weggibst bleibst du dein; du lebst, Wenn du mit holder Kunst dich selbst zu zeichnen strebst.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
16 · William Shakespeare · Poetry Cove