Skip to content
1590

125

William Shakespeare

Translated from English

Sollt' ich dir Baldachinen überbreiten, Dein Äuß'res durch mein Außen zu verehren? Sollt' ich Gebäude baun für Ewigkeiten, Die nicht so lang als Wurm und Moder währen?

Hab' ich nicht Lüsterne nach Gunst und Schein, Schwer zinsend alles, alles opfern sehn? Sie tauschten süße Brüh'n für schlichte Nahrung ein; Und noch im Gaffen war's um sie geschehn.

Nein! Deinem Herzen laß mich dienstbar sein, Und nimm du meine Gabe; arm, doch frei. Die ist von Nebenwerk und Künsten rein, Die kennt nur du um du, und Treu um Treu.

Hinweg, bestochner Züngler! Den Geraden Verklage nur, hast ihm nicht Macht zu schaden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
125 · William Shakespeare · Poetry Cove