Skip to content
1821

Kirchenbesuch am 18. October 1814

Gustav Schwab

Die Sonne lichtet sich in Morgenbläue, Will hell ihr siegreich freies Land bescheinen; O dumpfe Stadt, wirst du dich nicht vereinen, Den Herrn zu preisen für die ew'ge Treue?

Verschlossen stehen deine Tempelbäue, Die Glocke ruft zur schönsten Feier Keinen; Doch tret' ich in die Kirche, – Dank dem kleinen Halb offnen Pförtlein dort – daß ich mich freue.

Ihr Heil'genbilder rings, so fromme, schlichte, Laßt euch durch meinen leisen Tritt nicht stören, Ihr feiert betend wohl des Tags Geschichte! O Kirche, sel'ger, als bei vollen Chören,

Von Gott erfüllt, durchstralt vom Morgenlichte! Wer ist's, der diesen darf den Eingang wehren?

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Kirchenbesuch am 18. October 1814 · Gustav Schwab · Poetry Cove