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1821

Das Wort der Liebe

Gustav Schwab

O aller Berge Quellen, Tönt mit berauschten Wellen Vernehmlich durch die Luft! O aller Thäler Bäume,

Säuselt mir leise Träume, Und sendet süßen Duft! Es sollen alle Sinne Der Freude werden inne,

Die heut mein Herz begeht, In allen Farben, Tönen Lebe das Wort der Schönen, Das mir im Geiste steht!

Der Liebe Wort, das zitternd Und inniglich erschütternd Durch meine Seele dringt, In ew'gen Wiederhallen

Hör' ich es rings erschallen, So daß es nie verklingt. Und wenn die Quellen schweigen Und wenn die Bäume neigen

Ihr Haupt in welker Zier; Im Herzen ewig klingen, Blühen und lieblich singen Wird doch das Wort von Ihr.

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