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1821

9. Abschied vom Gebirge

Gustav Schwab

Schnee und Blüte hängt am Baum, Doch gewinnt die Blüte Raum, Lacht sich von den Flocken An der Sonne trocken.

Das Gebirg liegt hinter mir, Ferne winkt der Ebne Zier, Mai hat sie durchwoben; Du, April, bleib' droben!

Drunten blüht es ohne Schnee, Drunten thut kein Frost mir weh, Wehn die Lüfte linder, Blühn mir Weib und Kinder!

Flügle, Wandrer, deinen Schritt, Nimm die leichten Lieder mit, Die in solchen Mühen Dennoch mochten blühen.

Ist ein Ton auch halb verweht, Irgendwo ein Reim verdreht, Was April gedichtet, Wird nicht streng gerichtet!

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