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1821

4.

Gustav Schwab

So ist's erfüllt, so soll ich noch einmal Sie sehen, wie der Dichtung Morgentraum, Wie seltnen Abends Zauberfärbung kaum Sie mir gezeigt in mondverklärtem Saal.

Ihr goldnes Haar webt sich aus Mondenstral, Aus Mondenschatten ihrer Wimper Saum, Ihr schimmernd Kleid fließt wie der Wellenschaum Des Felsenbachs, der niederwallt in's Thal.

Aus ihrem Aetherauge quillt ein Licht, Das Feuer taucht noch aus dem tiefen Blau, So sah mein Blick, so sang sie mein Gedicht. Doch schmerzvoll ist mein Geist ihr zugekehrt;

Vergänglich ist die Schönheit, wie der Thau – War ihr Unsterbliches der Liebe wert?

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