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1821

3.

Gustav Schwab

O Mond, wie leget sich so schön und breit, Viel weicher als auf Gassen und Palläste, Um diese Berge, diese vollen Aeste, Auf dieses Gras dein lichtgesponnen Kleid!

O Mond, o Sonne der Vergangenheit! Wie dringst du auch in meines Busens Veste, Wie wirfst du Glanz und Schatten auf die Reste Von Lebensträumen ferner Jünglingszeit.

Aus diesen Trümmern hebt sich leis' empor Im Stral der Nacht ein Lilienangesicht Mit blauer Augen frischem Perlenthaue. Ein altes Jugendlied rauscht mir an's Ohr,

Mir flüstert's ein verklungenes Gedicht, Daß ich der frühen Lieb' in's Antlitz schaue.

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