Skip to content
1821

1.

Gustav Schwab

Daß du bei Sinnenglut und Witzesgaben Und Phantasie, in fremder Form Gewand, Entbehren glaubst zu können den Verstand, Und Geist, Bethörter, wähnest schon zu haben,

Mein Hohn wird sich daran fürwahr nicht laben; Mich dauert's, wenn ein anvertrautes Pfand Verschleudert wird in Uebermut und Tand, Und wenn ein junges Roß zu Tod' will traben.

Auch hoff' ich's ja, du lernst dereinst erkennen Die Schranke deiner Kraft und wirst, geschult, Mit Lust und Ernst auf rechter Bahn dich treiben: Doch Andrer Freundschaft kann für dich entbrennen,

Erst wenn dein Ich nicht mit sich selbst mehr buhlt: So lang laß uns geschiedne Leute bleiben.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
1. · Gustav Schwab · Poetry Cove