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1803

Auf dem Berge vor Hohlungen

Ernst Schulze

Erklommen ist die steile Höhe, Ich schau' hinab in's ferne Land, Und Alles ist, so weit ich sehe, Mir hold und heimisch und bekannt.

Fast wollt' ich jeden Berg dir sagen Und jede Wiese, jedes Thal, Wo ich mit ihr in frühen Tagen Mich einst erging in Lust und Qual.

Wie zog ich doch so manche Stunden Im dichten Haine hin und her Und wähnte ganz mein Ziel verschwunden, Und traute keinem Pfade mehr!

Und dennoch hat auf irren Spuren Durch vielverschlungne Waldesnacht, So nah den wohlbekannten Fluren, Der Pfad zum Ziele mich gebracht.

O süße Liebe, dürft' ich ahnen, Daß endlich für die lange Treu Mir so nach manchen dunkeln Bahnen Dein sel'ges Heil beschieden sey,

Dann wollt' ich ohne Thrän' und Klage Durch deine rauhen Wüsten gehn Und muthig in der Nacht dem Tage, Im Sturm der Ruh' entgegensehn.

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