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1803

11.

Ernst Schulze

Wenn mir der Scherz aus deinen holden Blicken, Die Anmuth mir aus deinem Lächeln winkt, Wenn deiner Stimme Zauberton erklingt Und Sinn und Wort mich beide gleich entzücken;

Wenn jetzt, die Blüthe des Gefühls zu pflücken, Dein Geist ins Reich der zarten Träume sinkt, Jetzt fröhlich sich durch heitre Welten schwingt, Mit Rosenglanz die Erdenbahn zu schmücken;

Dann zag' ich stumm, von deiner Macht besiegt, Und wähne still, ich dürfe mein dich nennen, Mein heißes Herz an deinem Herzen kühlen. Laß mir den Wahn, der meinen Schmerz betrügt;

Mag das Geschick uns von der Wahrheit trennen, Süß bleibt es stets mit ihrem Schein zu spielen.

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11. · Ernst Schulze · Poetry Cove