Skip to content
1765

Brannteweinlied eines Schusters

Christian Friedrich Daniel Schubart

O Fläscherl, hübsch und fein, Gefüllt mit Branntewein! Du bist des Wurstels Freude, Bist seine Schnabelweide,

Gluk gluk, gluk gluk, gluk Gluk, gluk – – – O goldner Branntewein, Wie süß schlüpfst du hinein!

O Fläscherl, stärke mich, Komm her, ich küsse dich. Sei g'scheid, mein liebes Weiberl, Ich bring' dir's zu, mein Täuberl.

Gluk – – – – Gluk – – – – O goldner Branntewein, Wie süß schlüpfst du hinein!

Wenn ich des Morgens trink', Bin ich zur Arbeit flink; Kann sohlen, steppen, nähen, Den Draht im Takte drehen.

Schluk, schluk – – – Schluk – – – – O goldner Branntewein, Wie süß schlüpfst du hinein.

Macht mich der Gerber toll, Wenn ich ihn zahlen soll; So denk' ich: hol' der Sperber Den Ledrer sammt dem Gerber.

Gluk, gluk – – – Gluk – – – – Beim Gläschen Branntewein Fällt keine Schuld mir ein.

Trink' ich ein Gläschen Spitz, Krieg' ich Verstand und Witz. Dann tanz' ich nach der Fiedel, Sing' hübsche deutsche Liedel.

Gluk, gluk – – – Gluk – – – – O goldner Branntewein, Wie süß schlüpfst du hinein!

O Fläscherl, hübsch und fein, Mein Schäzerl sollst du sein, Will dich mit nassen Blicken Oft an mein Goscherl drücken.

Gluk, gluk, gluk, gluk, gluk, Gluk, gluk, gluk, gluk, gluk. Es lebe hübsch und fein Mein Fläscherl Branntewein!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Brannteweinlied eines Schusters · Christian Friedrich Daniel Schubart · Poetry Cove