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1855

9.

Ludwig Ferdinand Schmid

Schaukelt, wenn Wogen sich auf Wogen türmen, Euch auf der See und nicht auf Gartenteichen; Typhone laßt durch eure Haare streichen Und kühlt die heiße Brust an Meeresstürmen!

Es dringe bis in eurer Herzen Mark Des Atmens Lust, des Daseins altes Leid; In Blitz und Donner werdet lebensstark Und todesfreudig, wenn ihr glücklich seid!

Schön ist die Welt und groß des Menschen Wille; Doch nach der Jugend jauchzenden Fanfaren Wird jedem Denker sich des Todes Stille Als seine beste Zuflucht offenbaren.

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