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1855

7. Die drei Vögel

Ludwig Ferdinand Schmid

Ich sagte dem Tauber: Fleug', bis du entdeckt Die Blume mit wonnigem Duft, Die Herzen bezaubert und Liebe erweckt! Doch der Tauber: „Zu schwer ist die Luft.“

Dem Falken: Erspähe, was Herzen bezwingt; Und ist es versengendes Licht, Sei der Retter, der es dem Himmel entringt! Doch der Falke: „So hoch steig' ich nicht.“

Da sprach ich zum Geier: Nicht länger verwehrt Sei dies Herz dir mit seinem Leid; Nur lasse den Teil, der noch unversehrt! Doch: – „Zu spät“ – war des Geiers Bescheid.

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