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1855

4.

Ludwig Ferdinand Schmid

Wenn dich des Menschen Scharfsinn überlistet, Du wilde See, schonst du der Argonauten, Die ihrem guten Stern sich anvertrauten Und sich in deinem Busen eingenistet,

Sorglos, als ihre Anker sie gelichtet, Unkundig ihrer Wege und Geschäfte? Und schonst du solcher, deren Lebenskräfte Verzweiflung, Krankheit, Hungersnot vernichtet?

Für jene, die den Hafen nie erreichen, Die du begräbst mit ihrem Todesschrecke, Wirfst deine Thränen du zur Himmelsdecke, Grausame? – Nein, du lächelst über Leichen.

Du spottest derer, die am Ufer weinen; Doch gönne mir den Trost, den einzig süßen, Dereinst die Heimat wieder zu begrüßen Und ewig dann zu rasten bei den Meinen!

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